Hochwasserschutz zwischen Este und Elbe – Rübker Bürger in Sorge

Die Elbvertiefung und ihre Auswirkungen werden seit einigen Jahren viel diskutiert. Die Ortschaften an der Elbe sorgen sich um die Deichsicherheit und die ökologischen Folgen einer weiteren Vertiefung.

Uwe Klindtworth, seit der letzten Kommunalwahl neuer Ortsvorsteher in Rübke hat die Zukunftsangst vieler Menschen aus seinem Dorf nun in einem Fragenkatalog zusammengefasst und an den Ministerpräsidenten David McAllister und an die hiesigen Landtagsabgeordneten Brigitte Somfleth (SPD) und Norbert Böhlke (CDU) andressiert. Gemeinschaftlich mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Dorferhaltung Rübke e.V. (ADR) Andreas Bartels und Vertretern der SPD Gemeinderatsfraktion, insbesondere Mareike Wolff und Uwe Stockleben wurden die Fragen zu den Themen Gewässer Este und Elbe in einen Zusammenhang gebracht.

„Die Elbvertiefung sorgt bei Deichbruch für einen höheren Wasserstand als 1962. Sind bei diesem Szenario die Siedlungspolitik im Hinterland oder Verkehrsprojekte, wie die A26, ausreichend berücksichtigt worden? Welche Rolle hat bisher dabei das Geestwasser gespielt?“ fragt Uwe Klindworth. Dabei ist ihm und seinen Unterstützern klar, dass die Zeit für offizielle Einwände bereits verstrichen ist. Die Entscheidung zur Elbvertiefung befindet sich auf Ministerebene und dennoch muss es auf diese Fragen Antworten geben und gegebenenfalls müssen diese auf weitere Planungen einwirken. „Existenzen sind im Katastrophenfall bedroht, wer sich in Sicherheit bringen kann, hat aber sicher sein Haus und Hof verloren, wer kommt dafür auf?“ Fragt Uwe Klindtworth besorgt zum Abschluss.

Diese Initiative hat nicht zum Ziel Projekte zu behindern oder aufzuhalten. Es ist ganz einfach die Sorge, ob bei allen wirtschaftlichen Interessen der Schutz der Bevölkerung im vollen Umfang berücksichtigt wurde. Wenn das nicht der Fall ist, muss das unbedingt in die Verhandlungen um die Elbvertiefung einbezogen werden.