Öffentlich geförderter Wohnraum schafft kein Problemviertel!

SPD fordert auf Logistik- und Gewerbeansiedlung gegenüber des Röttiger-Geländes zu verzichten Von der Presse begleitet fand unsere öffentliche Ortsvereinsveranstaltung hierzu Mitte April im Sportzentrum Bassental statt. An die 150 Bürgerinnen und Bürger waren gekommen um von den Gästen aus Harburg über den aktuellen Stand informiert zu werden.

Neben Thomas Völsch (Bezirksamtsleiter Harburg) sowie den Bezirksratsmitgliedern Heinz Beeken, Manfred Schulz und Arend Wiese waren auch Brigitta Schulz und Matthias Czech (Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft) der Neu Wulmstorfer Einladung gefolgt. Auch einige Gäste aus Harburg mischten sich unter die Besucher, die so gleichermaßen vom Neu Wulmstorfer Bürgermeister Wolf-E. Rosenzweig aktuelle Informationen von unserer Seite erhielten. Von zentraler Bedeutung erwiesen sich dabei zwei Themenbereiche. Zum einen die Sorge das die jetzt geplante Bebauung ein neues Problemviertel schafft sowie das Gerücht, das auf dem Gelände nördlich der ehemaligen Kaserne eine Gewerbeansiedlung mit angeblich Logistikunternehmen bereits fest geplant ist.

Es wurde deutlich gemacht, dass die auf dem ehemaligen Kasernengelände aktuell geplante Wohnbebauung keinen Anlass zur Sorge biete. Die noch von CDU und Grünen geplante Bebauung würde aktuell nur um den Anteil an Wohneinheiten (WE) erhöht, welcher erst nach dem Verzicht auf die bisher dort gleichfalls geplante Gewerbeansiedlung möglich werde. Mit diesem Schritt gelingt es die Erschließungskosten von bisher 30.000,– Euro je WE auf heute 18.000,– Euro und damit auch deutlich zu senken. Eine Maßnahme auf die auch schon mit Blick auf die Vermarktungssituation nicht verzichtet werden kann. Besonders seitens der CDU beschriebenen Horrorszenarien entbehrten ihrer Grundlage. Zwar konnte zu dieser Veranstaltung noch keiner den genauen Anteil später dort öffentlich geförderten Wohnungsbau benennen. Nur sicher sei heute schon, dass dieser Wohnungsbau, der sich an Mieter mit einem Jahresgehalt von bis zu 65.000,– Euro richte, nicht ausschließlich sozial schwache Mieter begünstigt. Eine zweite Sandbek-Siedlung, so machten es auch die Gäste deutlich, will hier niemand. Was wir aber auch in Neu Wulmstorf mehr gebrauchen können ist bezahlbarer Wohnungsraum. Und hieran sind heute doch immer mehr und die verschiedensten Berufsgruppen interessiert. Sei es vielleicht der Polizeibeamte, ein Bäckereifachverkäufer oder einer der vielen und immer mehr werdenden Beschäftigten in der Gesundheitsbranche. Diese einfach als „sozialschwache“ Mieter zu bezeichnen, wird niemals unsere Zustimmung finden. Insoweit unterstützt die SPD Neu Wulmstorf hier alle Bemühungen in unmittelbarer Nachbarschaft von Neu Wulmstorf modernen und vor allem auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Weit schwierig zu beantworten dann die Fragen die zur Zukunft des Geländes gegenüber der ehemaligen Kaserne nördlich der Bundesstraße 73 gestellt wurden. Hier hatte die in Hamburg zuvor regierende schwarz-grüne Mehrheit in der Tat und völlig neu die Ansiedlung von Logistikunternehmen auf den Plan gebracht. Diese Pläne werden von der SPD Harburg und so auch von der SPD Neu Wulmstorf strikt abgelehnt. Weisen die Harburger Genossen wie auch beide anwesenden Bürgerschaftsmitglieder so übereinstimmend auf die heute schon äußerst schwierige und hohe Verkehrsbelastung vor Ort hin, machen die Neu Wulmstorfer ihre Ablehnung weiter auch an der auf niedersächsischen Seite dort schon bestehenden Wohnbebauung fest.

Auf Fragen erläuterte Thomas Völsch den Anwesenden dazu, dass die Stadt Hamburg dort derzeit tatsächlich die Flächen aufkaufe, die heute noch dem Bund gehörten.
Das dort dann tatsächlich keine Logistikunternehmen angesiedelt, sondern diese Flächen wie bisher so von der SPD geplant für weiter notwendige Wohnbebauung zur Verfügung stehen könnten, dafür müssten noch „dicke Bretter“ gebohrt werden. Vielleicht sei es auch aus diesem Grunde nicht verkehrt und könne Planungen wieder umkehren, so gemachte Äußerungen, dass auf dem Röttiger-Gelände weitere Wohnbebauung hier bisher geplante Gewerbeansiedlungen verdrängt und so auch in Hamburg diese Bebauung zum direkten Nachbar eines neuen Logistikgewerbegebietes werden könnte. Die heute in Neu Wulmstorf bereits gefühlte Bedrohung wird so sicher bald auch auf Harburger Seite nachgefühlt und verstanden werden. So ist aus heutiger Sicht durchaus die Schlussfolgerung zu treffen, dass Neu Wulmstorf mit dem heute höheren Anteil an Wohnbebauung sicher nicht nur ein Problemviertel, sondern uns auch das bisher so in Hamburg von CDU und Grünen geplant neue Logistikgewerbegebiet als neuer Nachbar erspart bleibt.

Der am 13. April so begonnene, öffentliche Informationsaustausch soll so fortgesetzt werden. Hierzu wird die SPD Neu Wulmstorf voraussichtlich im Herbst diesen Jahres an gleicher Stelle wieder zu einer solchen, aktuellen Informationsveranstaltung einladen.