„Den Elternwillen nicht unter den Tisch fallen lassen!“

SPD möchte das Hintertürchen IGS für Neu Wulmstorf offen lassen. „Alles läuft auf die Oberschule hinaus“ - Zu dieser aktuellen Presseschlagzeile meldet sich Kreis- und Ratspolitiker Tobias Handtke zu Wort und berichtet aus der letzten Schulausschusssitzung vom 22. Mai und erläutert die Position der SPD.

„Wir waren uns im Ausschuss einig, dass wir noch ausreichend Zeit haben, die landespolitische Gesetzgebung gerade nach den kommenden Landtagswahlen abzuwarten, um die Einführung einer IGS nicht durch einen unbedachten Schnellschuss zu blockieren", erklärt Tobias Handtke für die SPD Ausschussmitglieder.

Hintergrund ist, dass die gesetzliche Vorgabe nur eine fünfzügige IGS zulässt, eine neue Landesregierung mit sozialdemokratischer Beteiligung mehr auf demografische Entwicklungen abstellt und auch eine mögliche Vier-Zügigkeit in Betracht zieht. Der Gemeindeelternrat als das Vertretungsorgan der Eltern in Neu Wulmstorf hat sich mehrheitlich für eine IGS positioniert. Nun gilt es in dem nächsten dreiviertel Jahr die Eltern über die möglichen Schulformen gründlich zu informieren, dann wissen wir auch, ob wir mit Änderungen aus Hannover rechnen können. „Richtig ist, dass eine Oberschule zurzeit die wahrscheinlichere Variante ist, da darf man niemandem zu viel Hoffnung machen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass für unsere Kinder ein IGS Angebot neben dem Gymnasium eine wirkliche Alternative ist und aus Überzeugung will ich für diese Chance solange kämpfen, wie sie für uns möglich ist und die Eltern dafür eintreten,“ so der Sozialdemokrat und Landtagskandidat.

Auch die CDU hatte im Ausschuss erklärt, dass sie sich anstatt einer Oberschule auch eine IGS vorstellen könne. „Es ist wichtig, dass wir in der schulpolitischen Frage keine ideologischen Debatten führen, sondern uns daran orientieren, was für den Standort Neu Wulmstorf die beste Alternative unter den Machbaren ist.“ Erklärt Handtke weiter. Einem CDU Antrag einstimmig folgend wollen nach den Sommerferien Verwaltung und Schule die Eltern über die verschiedenen Schulformen informieren. Gleichzeitig sind mit der Kreisverwaltung Gespräche über Trägerschaft, Gebäudesituation und weiteres zu führen.

„Starke Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen sind aus unserer Sicht gute Schulen für die Zukunft, und bieten allen Kindern eine gute Alternative, wir müssen mit Eltern und Schule versuchen das Beste zu erreichen.“ So Handtke zum Abschluß und zeigt sich realistisch und dennoch kämpferisch für die sozialdemokratische Position.