Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Zumindest alle Fußballfans unter uns würden diesen Ausspruch gerne einmal verwenden und ihr Team zum alljährlichen DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadium begleiten. Für meinen zehnjährigen Sohn Erik und für mich wurde er am 25./26. Oktober Wirklichkeit, und das hatte mit Fußball ziemlich wenig zu tun…

Tobias und Erik

Zusammen mit 48 anderen Personen begaben wir uns nämlich auf eine politische Bildungsreise in die Hauptstadt. Diese war zugleich interessant, beeindruckend und bedrückend und auf jeden Fall für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis!

Gleich am ersten Tag warteten mit dem Besuch einer Plenarsitzung und der Besteigung der Reichstagskuppel zwei absolute Höhepunkte auf unsere Reisegruppe. Für mich mit Höhenangst schon ein kleines Abenteuer… Am zweiten Tag bewies uns ein engagierter Mitarbeiter der Finanzverwaltung, dass man das Finanzministerium spannend und historisch interessant vorstellen kann. Die anschließende Besichtigung des Holocaust-Mahnmals brachte uns ganz in der Nähe des Brandenburger Tors mit den bedrückendsten Momenten der deutschen Geschichte in Berührung.

Die Führung durch die Ausstellung zum Leben und Wirken unseres ehemaligen Kanzlers war unglaublich spannend und beeindruckend zugleich. An vielen Stationen wurde immer wieder deutlich, welchen Anteil die Sozialdemokratie an der friedlichen Entwicklung unseres Landes hatte und hat. Das macht mich schon ein wenig stolz. Es zeigt aber auch, welche Verantwortung wir Sozialdemokraten im geschichtlichen Kontext haben. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein.

Aufgrund des kurzweiligen, interessanten Programms und der guten Organisation ging diese Reise viel zu schnell wieder zu Ende. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Gastgeberin, unsere Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann aus Celle. Und an Matthias Westermann, der für unsere Reisegruppe die Planung und Betreuung vor Ort übernahm.

Eine wichtige Erkenntnis bringe ich von dieser Reise mit: Wer glaubt, die Abgeordneten in Berlin sind faul und kümmern sich nicht um unsere Interessen, der sollte sich vor Ort ein Bild machen, anstatt vorschnell zu urteilen. Meiner Meinung nach sollten wir unseren Vertreterinnen und Vertretern, die dort in Berlin nicht nur sprichwörtlich ein Leben hinter gläsernen Wänden führen, mit viel mehr Respekt begegnen.

Egal ob in Berlin oder in Hannover – wichtig ist der Kontakt zu den Menschen! Als Politiker sind wir als Dienstleister für die Menschen unterwegs ist. Dafür stehe ich. Hand drauf!

Euer Tobias Handtke

P.S. Für Erik und mich endete das Wochenende nach der Rückkehr am späten Freitagabend mit der Aufzeichnung des HSV-Spiels beim FC Augsburg – ein gelungener Abschluss unserer „Männertour“. Und da wären wir dann auch wieder beim Fußball – er bleibt nun mal die schönste Nebensache der Welt…