Kreisfraktion vor Ort – Geschlossene Grüngebiete erhalten und behutsamen Waldumbau sichern

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Informationsbesuche „Kreistagsfraktion vor Ort“ starteten jetzt Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion zu einer Begehung des Garlstorfer Waldes westlich der A 7 zwischen Nindorf und Schätzendorf.

Foto vom Garlstorfer Wald

Unter fachkundiger Führung von Wolfgang Friedrichs, Kreisnaturschutzbeauftragter und Förster im Ruhestand, genoss die Besuchergruppe nicht nur die Schönheit des herbstlichen Hochwaldes, sondern wollte wissen, was getan werden kann und muss, um dieses Naturjuwel zu hegen, zu pflegen und nachhaltig als Mischwald weiterzuentwickeln.

Friedrichs machte klar, dass Schutz des Waldes, Holznutzung und Wiederaufforstung auf einem integrierten, langfristigen Konzept beruhen und sehr behutsam angelegt sein müssen. Dazu gehörten die Vermeidung von Kahlschlag, die Entnahme von Bäumen nach ökologischen Gesichtspunkten, die Begrünung von Flächen durch Anflugsamen, Nachpflanzungen in Richtung auf Umbau zu Mischwäldern. Dabei spielten die örtlichen Bodenverhältnisse, die Humusbildung und der Wasserhaushalt im Boden eine wichtige Rolle. Der Wald brauche die ordnende, langfristig orientierte, nachhaltig wirkende Hand des Försters. Der Wald habe auch eine dienende Funktion, und man müsse die Natur dabei unterstützen, dass dies gut gelinge, meinte Friedrichs. Mit vielen weiteren Informationen zu Flora und Fauna des Waldes machte Friedrichs die herrliche Waldwanderung zu
einer Lehrstunde.

„Wir sehen den Wald jetzt mit anderen Augen. Das wächst nicht von allein, sondern will verständig ins Werk gesetzt werden. Für unsere Beratungen zum Regionalen Raumordnungsprogramm und die weitere Arbeit im Umweltausschuss nehmen wir hier wichtige Hinweise mit“, dankte Tobias Handtke dem Forstmann Wolfgang Friedrichs für seine instruktive Führung.

Christa Beyer, Mitglied im Umweltausschuss des Kreistages: „Der Landkreis Harburg hat einen für Niedersachsen überdurchschnittlich hohen Waldanteil von 27,5 % mit einer Vielfalt an verschiedenen Naturräumen. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels spielt Wald eine große Rolle, um das Treibhausgas Kohlendioxid zu reduzieren. Es ist daher sehr zu begrüßen, dass das Projekt CO-2-OPT im Rahmen des Waldklimafonds im Landkreis Harburg durchgeführt wird, das von zwei Bundesministerien unterstützt wird.

Es ist zu hoffen, dass damit Erkenntnisse für die zukünftige Waldbewirtschaftung in Zeiten des Klimawandels gewonnen werden können.“ Das Foto zeigt den Kreisnaturschutzbeauftragten Wolfgang Friedrichs bei der Wanderung durch den Garlstorfer Wald.