Handtke wirbt erneut für eine breite Beteiligung an der kreisweiten Wohnungsbaugesellschaft

,,Bezahlbare Mietwohnungen fehlen im landkreis Harburg überall. Der eklatante Mangel drängt jüngere Menschen mit und ohne Familie sowie Wohnungssuchende mit mittleren oder unteren Einkommen aus dem Landkreis heraus, weil für sie die Mieten vielfach unbezahlbar geworden sind.

Das wird verstärkt zukünftig auch die ältere Generation betreffen. Ganz schwierig wird es für Menschen mit erschwertem Marktzugang wie Migranten und ihre Familien, aber auch für Menschen mit Behinderungen“, so der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Tobias Handtke. Da der Markt die Wohnungsnot offensichtlich nicht beseitige, sei jetzt ein Engagement der öffentlichen Hand unabdingbar, erklärte Handtke im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Neu Wulmstorf. Der Generalsekretär der SPD Niedersachsen Detlef Tanke lobte die SPD im Landkreis Harburg bei dieser Veranstaltung ausdrücklich für Ihr Engagement.

Handtke begrüßte es ausdrücklich, dass der Landkreis Harburg sich die vom SPD-Antrag im April 2015 vorgeschlagene Initiative zu eigen gemacht habe und seinerseits sehr engagiert an der Ausgestaltung einer kreisweit tätigen Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis Harburg arbeite.

Im weiteren Verfahren sei es unerlässlich, diese Wohnungsbaugesellschaft auf ein breites Fundament zu stellen. Die Mitwirkung vieler Gemeinden soll sicherstellen, dass überall im Landkreis bezahlbare Mietwohnungen gebaut werden, nicht etwas konzentriert an wenigen Standorten. Durch das Einbringen von Kapitalanteilen bzw. Grundstücken in die Gesellschaft könne die breite Streuung gewährleistet werden. Die kreisweite Wohnungsbaugesellschaft wird voraussichtlich jedoch nur in den Städten und Gemeinden aktiv werden, die sich an der Gesellschaft beteiligen.

Mit dem Bau von bezahlbaren Mietwohnungen würde nicht nur ein schweres soziales Manko des Wohnungsmarktes gelindert. Vielmehr werde auch einem immer offensichtlicher werdenden strukturellen Mangel im Landkreis begegnet: Viele Menschen, die in Handel und im Dienstleistungssektor wie etwa der Altenpflege tätig sind, könnten sich die Landkreis-Mieten überhaupt nicht leisten. „Mit dieser Marktentwicklung sägen wir uns den Ast ab, auf dem wir sitzen wollen“, sagte Handtke.

Handtke appelliert in seiner Stellungnahme an die Entscheidungsträger im Kreis und in den Gemeinden, an alle Kandidatinnen und Kandidaten zu den kommunalen Gremien, sich dieser Aufgabe nachdrücklich zuzuwenden. An alle Wählerinnen und Wähler ergeht der Appell, das Engagement für die kommunale Wohnungsbaugesellschaft zu unterstützen, sich ein eigenes Bild zu machen und an den Infoständen nachzufragen, wie die Bewerberinnen und Bewerber um Ratsmandate dazu stehen.

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