Ein weiterer Schritt für das Bauprojekt „Königsberger Straße“ ist geschafft!!

PRESSEMITTEILUNG Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg. Land Niedersachsen plant Förderung der „Königsberger Straße“ mit 600.000 Euro Freilichtmuseum am Kiekeberg dankt den politischen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Region

Tobias Handtke
Fraktionsvorsitzender der SPD Kreistagsfraktion
Bild: Tobias Handtke
Das Leben in der Nachkriegszeit zeigt die Nissenhütte am Kiekeberg – Bild FLMK Bild: FLMK
Die Planung der Königsberger Straße im Freilichtmuseum am Kiekeberg – Grafik FLMK

Rosengarten-Ehestorf, 01.12.2016 – Ein weiterer Schritt für das Bauprojekt „Königsberger Straße“ ist geschafft! Die Regierungsfraktionen von SPD und Grüne haben 600.000 Euro Förderung für das Projekt vorgesehen. Nun muss nur noch der Landtag auf seiner Sitzung Mitte Dezember zustimmen. Mit dem Projekt „Königsberger Straße“ baut das Freilichtmuseum am Kiekeberg typische Gebäude der Nachkriegszeit auf und legt passende Gärten an. Die Zeit von 1945 bis 1980 auf dem Land wird damit erstmals umfassend in einem Museum dargestellt.

Mit der Beteiligung des Landes Niedersachsen wäre die Umsetzung des Projekts „Königsberger Straße – Heimat in der jungen Bundesrepublik“ sichergestellt. Petra Tiemann, zuständige Landtagsabgeordnete, Silva Seeler und Brigitte Somfleth, ehemalige Mitglieder des Landtages, sowie der Vorsitzende der SPDKreistagsfraktion Tobias Handtke haben für dieses Projekt in Hannover geworben und sich letztlich mit Erfolg um diesen wichtigen Zuschuss bei den Regierungsfraktionen bemüht. Die Akteure freuen sich mit Museumsdirektor Prof. Dr. Wiese über die Zusage. Dieser bedankt sich bei allen, die mit ihrer Unterstützung zu dem Erfolg beigetragen haben: „Dank dieser Fürsprache können wir auf die Unterstützung des Landes Niedersachsen zählen – und bald die Aufbauleistungen und das Leben in der Zeit nach 1945 zeigen.“ Petra Tiemann konnte sich erst kürzlich bei einer „Fraktion vor Ort“ Veranstaltung der SPD-Kreistagsfraktion am Kiekeberg über dieses wertvolle Projekt ein Bild machen und hinterließ bei den Anwesenden ein fundiertes Fachwissen über dieses Projekt. „Die Entwicklung des ländlichen Raumes und die Leistung der Nachkriegsgeneration in einer Dauerausstellung zu würdigen, ist ein absolut unterstützendwertes Anliegen und im Interesse des Landes Niedersachsen“, sagt die stellvertretende SPD Fraktionsvorsitzende Petra Tiemann. „Die Ausstellung verdeutlicht die Chancen und Erfolge von Integration und Gemeinschaftlichkeit. Und sie zeigt, dass kulturelle Vielfalt ein integraler Bestandteil bundesrepublikanischer und speziell niedersächsischer Identität ist“, ergänzt Silva Seeler, die als ehemalige Vizepräsidentin des niedersächsischen Landtages eine wichtige Fürsprecherin für diese Projekt in Hannover ist.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen Niedersachsens war von Politikern die Wandlungsfähigkeit in der Vergangenheit und die kulturelle Vielfalt des Landes als Erfolgsmodell hervorgehoben wurden. Das Bauprojekt „Königsberger Straße“ stellt genau diese „Erfolgsgeschichte Niedersachsens“ dar. Die Regierungsfraktionen von SPD und Grüne haben hierfür 2017 und 2018 zwei Tranchen von je 300.000 Euro eingeplant. Die „Königsberger Straße“ macht die Landesgeschichte bewusst, um aus der Vergangenheit für die Gegenwart zu lernen.

„Königsberger Straße – Heimat in der jungen Bundesrepublik“ ist das erste Museumsprojekt, das die Sozialgeschichte und Alltagskultur im ländlichen Raum von 1945 bis in die 1970er Jahre erforscht, dokumentiert und ausstellt. Ein zentraler Aspekt dabei ist die Aufnahme und Integration von 1,85 Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen aus den ehemaligen Ostprovinzen allein in Niedersachsen und deren Einfluss auf den Strukturwandel im Dorf. Schließlich kamen über 70% der Neubürger in ländlichen Regionen unter. Dies soll in einer Ausstellung in Form einer Neubausiedlung der Nachkriegszeit dargestellt werden. Hierzu werden charakteristische Gebäude jener Zeit transloziert  (am Originalstandort abgebaut und im Freilichtmuseum wieder aufgebaut) oder nach historischer Vorlage rekonstruiert.

Zur Königsberger Straße – benannt nach dem Herkunftsgebiet der Bewohner – gehören neben Flüchtlingssiedlungs-, Doppel- und Geschäftshaus auch Tankstelle, bäuerliche Siedlungsstelle und ein Quelle-Fertighaus mitsamt Gärten und dörflicher Infrastruktur.

 

Pressestelle: Marion Junker

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